Archive für 7.1.2009

Wahre Liebe
- das aufrechte Herz

Ach, die Liebe… Wahrscheinlich finden wir eine der längsten Listen in einem Zitatenlexikon unter dem Stichwort „Liebe“. Sie ist ein wesentliches Zentrum, das die Menschen beschäftigt: Wir suchen sie, wir finden sie und verlieren sie, wir enthalten sie vor, wir verachten sie, weil sie uns schwach macht, wir lieben sie, weil sie uns stark macht usf.

Vor ein paar Tagen hatte ich wieder ein Gespräch mit J.F.K., einer alten Seele, einem Mann. Er sagte: „Es geht einfach darum die Liebe wahr zu machen.“ Er ist ein Eingeweihter und weiß: Liebe ist eine Energie im feinstofflichen Feld des Herzens, im Herz-Chakra.

Ich möchte dieses Gespräch zum Anlaß nehmen hier über den Unterschied zwischen waagrechter Liebe und senkrechter Liebe, zwischen einem horizontalen und einem vertikalen Schwingungsfeld zu berichten.

Es gibt viele spirituelle Menschen, die diesen Unterschied nicht klar zu sehen – und ihre Bemühungen vor allem auf eine Erweiterung und Verstärkung des waagrechten Energiefeldes richten.

A Fangen wir beim Normalen an:

Normal ist, daß wir keinen Zugang zu unserem Herzchakra haben. In diesem Entwicklungsstadium suchen wir uns ein Gegenüber und projizieren Eigenschaften in diesen Menschen - und glauben zu lieben.

Die Wahrheit ist: Die Attraktion kommt aus anderen Quellen, wie fehlenden Seelenanteilen, karmischen Lernsituationen, karmischen Rachesituationen, transpersonalen oder transdimensionalen Überlagerungen usf.

Die Liebe ist keine Liebe sondern eine vorübergehende Bewußtseinstrübung und Irritation des psychoenergetischen Systems.

B Wenn wir zu den Gesegneten gehören und eines Tages einen Zugang zum Herzchakra haben, ist diese Öffnung mit sehr tiefen Gefühlen verbunden. Diese loten die ganze Polarität zwischen angenehmen Gefühlen (völlige und erhebende Verschmelzung mit allem, was ist) und unangenehmen (niederdrückendes Mitfühlen mit allen (für andere auch unbewußten) Schmerzen im Feld des menschlichen Erlebens) aus.

Hier befinden wir uns in der waagerechten Resonanz. Das Herzchakra hat die Möglichkeit, den anderen weitgehend so zu fühlen, wie er ist. Aus der Traurigkeit über die kollektiven oder individuellen Schmerzen wächst in der Regel der Wunsch, anderen zu helfen bzw. andere zu heilen.

Wir hören in diesem Zusammenhang immer wieder den Begriff der “selbstlosen” oder “bedingungslosen Liebe”. Die implizite Forderung ist, die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen und für andere dazusein. Meditationen und Übungen werden angeboten und durchgeführt, das Energiefeld des Herzchakras aufzuladen, um dann die „generierte Liebe“ in die Welt zu schicken.

Daß nach den Gesetzen der coincidentia oppositorum (es trifft irgendwo in der Seele auch das Gegenteil zu) dieser Versuch auch auf der Höhe dieser Bewußtseinsentwicklung der umgekehrte Wunsch ist, daß jemand anders das selbe für einen tut, wird nicht erkannt. Ein Mensch in diesem Zustand gibt, was er sich selbst wünscht und erhält nichts dafür!

Dadurch entsteht in der Seele der waagerecht „Liebenden“ ein größer werdendes Feld von Frustration, das sich irgendwann und irgendwo einmal aggressiv oder depressiv entladen muß.

C Es gibt ein Heilmittel gegen die Lieblosigkeit der Phase A und die versteckte Liebesbedürftigkeit der Phase B: Die senkrechte Liebe und das senkrechte Herzchakra.

Wenn wir uns in dieses Schwingungsfeld einkoppeln können, sind wir verbunden mit dem Schöpfer und der Schöpfung. Wir werden genährt aus der göttlichen Quelle. Wir müssen nicht mehr als Reaktionbildung andere intentional und nach psychoenergetischen Übungen mit Liebe vollpumpen.

Nein, wir sind jetzt wer wir sind, wie wir von Gott gedacht sind – und weil wir in diesem Zustand im göttlichen Strahl leben, passiert um uns herum auch das, was passieren soll. Wir sind frei davon, andere manipulativ mit unserem Herzchakra zu bestrahlen.

Wir sind in der Liebe Gottes und die anderen um uns herum sind herzlich und senkrecht dazu eingeladen auch dorthin zu gehen – aber wir müssen nichts dafür tun. Alles geschieht.

Das einzige, was von uns gefordert ist, ist selbst in dieser Schwingung zu bleiben. Das ist schwer genug in unserer kranken Welt. Das ist Liebe. Das andere nicht.

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