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Archive für 4.8.2008
Ein Fall für zwei – ein Fall für alle
4.8.2008 von Ralf C Maucher.
Im folgenden Beitrag nähere ich mich erneut einem Thema, bei dem sich bei allen das Unbewußte und bei vielen das Vegetativum regt (Doch das wäre gar nicht nötig, siehe unten.).
Das an vorausgegangener Stelle zu Possessio und Circumsessio Gesagte möchte ich ausdehnen und anwenden auf Schöpfung und Menschheit.
Wir sind gefallene Schöpfung. Davon geben viele kluge Ansätze Zeugnis. Nicht zuletzt alle Formen des Christentums. Hier finden wir aufschlußreiche Beschreibungen eines doppelten Abfalls. Zunächst den Fall der Engel und dann den Fall der Menscheit in den menschlichen Archetypen Adam und Eva.
Mit dem Fall der Engel ist ein Teil der Engel unter den Einfluß des Widersachers geraten. Der Einfluß des Widersachers hat wiederum die Menschen zu Fall gebracht und auch diese unter den Einfluß des Widersachers gestellt. (Schon klar, wen ich mit Widersacher meine…)
Daraus folgt, daß ein Teil der Engel und die ganze Menschheit an Circumsessiones (Umsetzungen) und/oder Possessiones (Besetzungen) leidet. Augustinus beschreibt diese Tatsache so: „Die ganze Menschheit ist außerhalb der Gnade Gottes.“
Ich würde auf dieser Darstellung nicht weiter beharren, wenn
a) sie nicht wichtig wäre und/oder
b) die Situation nicht veränderbar.
Doch beides trifft zu: Darstellung und Einsicht sind absolut wichtig, wenn wir an unserem Zustand etwas verändern wollen.
Gegenüber dem hier betrachteten Sachverhalt kann man Menschen einordnen in drei Typen. Die erste Gruppe, die keinerlei Bewußtheit vom Geschehen und seinen Auswirkung hat. Die zweite, die eine falsche Vorstellung vom Fall und seinen Folgen hat und die dritte, die weiß, worum es geht.
Gerade die zweite Gruppe ist besonders verführt:
Da gibt es die konfessionsgebundenen Menschen, deren Glaube nicht unmittelbar erlebt, sondern durch schal gewordene Lehren vermittelt und von den Offiziellen falsch dargestellt wird. Das sieht man auch daran, daß das hier Gesagte verschwiegen wird. Diese Menschen werden in leere Rituale und Scheinreligiosität verstrickt.
Und es gibt in dieser (und der ersten) Gruppe die Esoteriker, die mit ihrem „alles ist gut“, „alles wird gut“, „es ist wie es ist“, „wir müssen nur alles in Liebe annehmen“ verheerenden Schaden am Veränderungspotential der Menschheit anrichten.
„Zurück in die Gnade Gottes“ finden wir nur, wenn wir
1. wissen, daß wir dort nicht mehr sind, sondern gefallen und
2. wissen, daß es einen Weg zurück gibt, der aus unserem Gefallensein ein lösbares Problem macht, uns diese Erkenntnis also nicht abschrecken muß.
Die Formel ist also: Wir haben ein Problem. Es ist lösbar.
Wir haben es innerhalb der Gnade Gottes selbst in der Hand.
Doch diese einfache Formel läßt uns die kollektive Überlagerung nicht (mehr) sehen. Manche glauben, es gäbe kein Problem, andere sehen das Problem und versuchen eine unbrauchbare Lösung. Beides in Ängste zementiert, die die hier aufgedeckte kollektive Überlagerung in der Menschheitsseele verursacht.
Jetzt zu Ihnen: Seien Sie vorsichtig, wenn Sie glauben, Sie seien dieser Überlagerung entgangen – oder es gibt sie nicht. Aus dem zum doppelten Fall der Schöpfung gesagten ergibt sich, daß wir zunächst alle überlagert und verblendet werden.
Wir können den Irrtum erst hinter uns lassen, nachdem wir eingesehen haben, daß er unser Leben bestimmt (hat).
Und noch etwas: Selbst wenn Sie die Verblendung der Menschen bearbeitet und überwunden haben, wartet immer noch die Verblendung der Engel auf ihre Bearbeitung und Überwindung.
Gerade letzteres ist eine wichtige Botschaft an die Esoteriker mit ihren vielen tausenden Seiten gechannelter Engels- und Meisterbotschaften und an die verschiedenen Therapie-, Magie- und Mysterienschulen, die falsche und gefälschte Lehren verbreiten.
Gott braucht keine Trommeln, kein Mutabor und kein Abrahahdabra.
Es reicht zu erkennen und zu bereuen.
In aller Tiefe. Mehr braucht es nicht.
Sicher: Dies wird wehttun, und dennoch es ist die einzige richtige Investition in die Heilung unserer ewigen Seele.
Geschrieben in Spirituelle Psychologie | 1 Kommentar »