Archive für Juni 2008

2012 - die satanische Lüge

Oft hört man im esoterischen Umfeld: Im Jahr 2012 steigt die Menschheit auf. Diese Aussage wird nicht selten gebetsmühlenartig wiederholt und nicht mehr hinterfragt. Doch es gibt keinen Grund, anzunehmen, daß dies so sein wird.

Im Gegenteil: Das kollektive Bewußtsein wird seit Jahren abgesenkt und viele Menschen mit spirituellem Potential driften in einen esoterisch-magischen Nebel ab.
Im Jahr 2012 wird die Menschheit also nicht aufsteigen.

Doch jemand hält uns diese Karotte vor die Nase - aus welchem Grund?

Die spirituell Fortgeschrittenen wissen: Es gibt eigentlich immer nur einen Zeitpunkt – und der ist JETZT. Waches Leben bedeutet: In diesem JETZT zu sein und vollständig im TAO. Sie wissen auch, daß man manchmal ganz schön kämpfen muß, um restlos bei sich und im Moment zu sein.

Genau dies soll verhindert werden: Eine falsche Sicherheit, ein Zeitpunkt in der Zukunft sollen uns vom authentischen Handeln abhalten. Denn dies ist eine absolute Notwendigkeit, wenn man die eigene Seele wieder in das göttliche Licht zurückführen will.

Warten auf 2012 bedeutet also:
Dem Teufel in die Hand spielen. Die eigene Seele.

Die Angst des Therapeuten von der Regression des Klienten

Was ist Regression eigentlich? Regression kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Rückschritt, Zurückgehen, Zurückkommen.

Psychologen verstehen unter ‘neurotischer’ Regression einen Rückschritt im seelischen Organisationsniveau, als einen bewußten oder auch unbewußten Abwehrmechanismus des Ich, der Angst und Schmerz auslösende Situationen bzw. Traumata überstehen helfen soll.

Zum Beispiel, wenn ein Kind Gelerntes „vergißt“, weil es einer seelischen Belastung ausgesetzt ist: wie Baby-Sprache oder Bettnäßen, wenn es diesem Alter eigentlich entwachsen ist.

Diese erste, einen krankhaften Rückschritt beschreibende Form der Regression wird ergänzt durch eine zweite: Die heilsame Regression im Dienste des Ich (besser: im Dienst des Selbst). Die Vorstellung liegt zugrunde, daß das Zurückgehen dazu dient, eine Fehlentwicklung auszugleichen: ein baufälliges Haus wird abgetragen, um auf dem selben Grund ein neues aufzubauen.

Hier setzt die Überlegung dieses Beitrages an: Wann ist eine Regression krank und wann ist sie gesund. Woher kann ein Diagnostiker/Therapeut die Sicherheit beziehen, was richtig (für die Seele des Klienten) ist und was falsch.

Das ist eine sehr ernstzunehmende Frage. Ohne Zweifel ist das menschliche Leben mit einer Vielzahl von Ängsten angereichert: Von den kleinen des alltäglichen Lebens bis zu den großen und existenziellen Ängsten einer spirituellen Seelenentfaltung.

Besonders, wenn sich das Organisationsniveau der Seele schnell steigert oder wenn die Seele die letzten verborgenen Geheimnisse berührt, sind Entwicklungsschritte oft Bewegungen durch Tore aus Angst. Mit diesen großen Ängsten möchte ich mich hier beschäftigen.

Hinter ihnen ist zumeist eine besondere Einsicht in die Wirklichkeit. Vor dieser Einsicht ist also die Angst. Wenn ein Mensch diese Form von „Einsicht hinter der Angst“ gewonnen hat, weil er bereit war, durch die Angst zu gehen, muß er auf Therapeuten/Diagnostiker treffen, die beides auch hinter sich haben: Die Angst und die Einsicht.

Denn trifft dies nicht zu, kommt es zu Diagnose- und Therapie-Fehlern. Das Problem liegt dann im Unbewußten des Therapeuten: Wovor er Angst hat und was er nicht integrieren konnte (die besondere Einsicht in die Wirklichkeit), wird er dem Klienten pathologisch ankreiden. Es wurde bereits gesagt: Dies tritt auf, wenn das Organisationsniveau und die Angsttoleranz des Klienten diejenigen des Therapeuten übertreffen.

Die genannten Diagnose- und Therapie-Fehler können sehr weit gehen, bis zur Psychiatrisierung des Klienten. Dieser wird auf dem Altar der Therapeutenangst geopfert: Das Unbewußte des Therapeuten vermittelt ihm: Es kann nicht sein, daß ein Klient eine wahre und gesunde seelische Erfahrung macht, die dem Therapeuten Angst machen würde.

Meine eigenen Beobachtungen haben folgendes gezeigt:

Es gibt den Therapeut Typ 1 (der Gelehrte): Er lehnt im Prinzip alle nichtmateriellen Erfahrungen ab. Sie sind (eventuell) erlaubt, wenn der Klient sich ausreichend an die Welt anpaßt.

Therapeut Typ 2 (der Schamane): Er akzeptiert auch nichtmaterielle Erfahrungen und einen gewissen Abstand zur Welt. Aber nur bis zu der Grenze, die ihm eine eigene (wesentliche) Fehlsicht attestieren würde.

Beide Typen sind weit verbreitet. Das Gleichgewicht verschiebt sich etwas vom ersten zum zweiten hin. Doch das ist kein Grund zur Freude.

Denn mit beiden hat der viel seltenere Therapeut Typ 3 (der Erleuchtete) zu kämpfen. Nur zu gerne hätten Typ 1 und Typ 2 ihn als Klienten auf der Couch. Denn er weiß etwas, wovor sie sich ins Hemd machen. Und gerade auf ihn ist der ‘transitorische Patient’ angewiesen.

Ich wünsche in Gottes Namen den sich entwickelnden und den entwickelten Menschen Begleitung durch Seelenkundige vom Typ 3. Denn sie wissen, was sie tun. Typ 1 und Typ 2 tun nämlich nur, was sie wissen - und sie wissen zu wenig.

Logos und Mythos-
Was ein ägyptischer Mythos als ‘Profiler* der Menschheit’ leisten kann.

Logos und Mythos - unter diesem Namen habe ich vor gut 25 Jahren eine Vorlesung von Carl Friedrich von Weizsäcker, dem Physiker und Bruder des damaligen Bundespräsidenten gehört. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir der Satz: „Man sieht nur, was man weiß.“

Oft habe ich an diesen Satz gedacht, wenn ich Menschen begegnet bin, die für höchst interessante Sachverhalte blind und taub waren. Sie hatten in der Tat nicht das Wissen, an dem sich Wahrnehmung bzw. Verständnis festmachen konnten.

Logos und Mythos - kommen wir wieder zu den beiden Sprachen des Menschen. Dem digitalen Logos und seiner Dienerschaft für den analytischen Verstand sowie dem Mythos, der hilft, einen analogen Zugang zur Realität herzustellen.

Menschen sind zwei Gruppen zuzuordnen: Hier der klare und rationale Logos-Typ. Er besteht auf Zahlen und Fakten und versteht die Welt in Koordinaten. Und dort der unschärfere, verträumtere Mythos-Typ. Dieser läßt sich von bilderreichen märchen- und mythenhaften Aussagen anziehen und leiten. Der Unterschied ist groß und wesentlich: Menschen, die beide Zugänge zur Realität haben, sind selten.

Ich möchte es in diesem Text versuchen und etwas zu Ende bringen, das mir im Text: “Das Inzest-Tabu und seine feinstoffliche Überschreitung (deshalb bisher unveröffentlicht)” noch nicht gelungen ist: Vom ägyptischen Schöpfungsmythos aus möchte ich ebenso allgemeine wie erschütternde Aussagen über die menschliche Seele machen.

Die Kosmogonie Heliopolis’ beschreibt die Weltentstehung etwa wie folgt:
Aus einer Präexistenz wächst in einem Akt der Selbstentstehung der erste Schöpfergott Atum. Er bringt ohne weibliches Gegenstück Schu (männl.) und Tefnut (weibl.) aus sich hervor. Diese beiden leben als Zwillingspaar ‘in seiner Seele’. Sie haben zwei Nachkommen: Geb (männl.) und Nut (weibl.).

Nut gebärt vier Kinder und [!] ein Enkelkind: Osiris (männl.), Isis (weibl.), Seth (männl.) und Nephthys (weibl.). Horus, der Sohn von Osiris und Isis wurde im Mutterleib von Nut gezeugt und ausgetragen. (Durch diese Konstellation konnte Nut auch den Enkel gebären.)

Natürlich ist es richtig, diese göttlichen Personifizierungen mit Urkräften oder Urprinzipien in Verbindung zu bringen oder als Metaphern für die Vorgänge bei der Projektion unserer Realität zu deuten (vgl. verschiedene Ausführungen hierzu auf diesen Seiten.) Doch das ist nicht die für diesen Abschnitt gewählte Aufgabe.

Der Mythos darf und soll - anders als der Logos - mehrdeutig sein. Hier soll betrachtet werden, welche seelischen Regungen die Schöpfergöttinnen und -götter dem Mythos zufolge hatten bzw. haben. Darauf aufbauend soll erörtert werden, welche Echo-Effeke diese archetypischen Bewegungen der Überseele auf die individuelle oder kollektive Seele der auf der Erde lebenden Menschen haben. Zugrunde liegen die Prämissen, daß ein Mythos verborgenes doch hebbares Wissen enthält sowie die Überlegung, daß wir die selben Probleme haben wie unsere göttlichen Ahnen aus den überlieferten Mythen.

Die Kosmogonie Heliopolis'Zur Entschleierung - bitte erlauben Sie mir die heliopolis’sche Neunheit rücksichtslos zu betrachten. Ich greife hierzu auf verschiedene Pyramiden- bzw. Totenbuch-Texte zur Biographie der Genannten zurück und halte die Darstellung so knapp wie möglich, damit das wesentliche schnell hervortritt:

Atum bewundert sich und ’sein Werk’. Narzißmus. Er entläßt seine Kinder nicht vollständig. Dadurch kommt es zu einer eigenständigkeitverhindernden Eltern-Kind-Beziehung. Die Psychologie verwendet die Begriffe Symbiose und Projektion.

Atum sagt, „mein Sohn Schu schläft mit meiner Tochter Tefnut“. Der erste Geschwister-Inzest tritt auf. Es gibt in der Folge noch weitere (insgesamt 4).

Die berichteten Vorkommnisse in der vierten Generation zeigen den “Abfall”, den die alten Texte mit den Kategorien „Zorn, Lärm, Lästerung, Kastration, Tod und Störung“ benennen. Hier werden der dritte und vierte Geschwister-Inzest sichtbar: Isis und Osiris zeugen Horus – Isis hat eine so tiefe libidinöse Zuneigung zu Ihrem Bruder, daß sie ihn sogar mit magischen Mitteln wiederbelebt. Nephthys und Seth sind ebenfalls ein Geschwister-Ehepaar.

Zwischen beiden Geschwister-Paaren gilt das Verhältnis: angenehmes Bewußtes (Osiris und Isis) gegenüber unangenehmem Unbewußten=Schatten (Seth und Nephthys). Wir treffen hier auf die psychologischen Konzepte der Verdrängung, Leugnung, Projektion usf.

Zwischen den Brüdern Seth und Osiris gibt es eine hart ausgetragene Geschwister-Rivalität=Aggressivität um die Herrschaft. Nach dem ‘mehrfachen’ Tod Osiris wird diese Rivalität auf die nächste Generation, Horus, übertragen (Delegation). Die Kastration des männlichen Prinzips finden wir bei Seth (abgeschnürte Hoden) sowie bei Osiris (verschollener Phallus). Mißbrauch liegt im Verhältnis Seth-Horus vor, wenn der böse Onkel seinen Neffen homosexuell bzw. machtenergetisch benutzt.

Insgesamt finden wir eine Vielzahl destruktiver Motive, sowie ein Gemenge ungut aufeinanderbezogener und untereinander verwickelter seelischer Energien: Eltern und Nachkommen sind nicht unabhängig voneinander. Die nachfolgende Generation erfüllt entlastende Funktionen für die vorausgehende.

Geschwister sind nicht unabhängig voneinander: Es gibt libidinöse Affinität zwischen ungleichgeschlechtlichen Geschwistern sowie eine zerstörerische Aggressivität zwischen gleichgeschlechtlichen Geschwistern. Das ganze ist gut eingebettetet in Verdrängung und Projektion.

Fazit: Der herangezogene ägyptische Mythos ist tatsächlich ein Mythos, der dazu geeignet ist, aufzuzeigen, welche Fesseln und Irritationen am Menschen oder sogar an der ganzen Menschheit anliegen.

Mit den von ihm vor fast fünftausend Jahren bereitgestellten und im Text beschriebenen Kategorien und Gesetzmäßigkeiten, können verborgene Regungen der individuellen und kollektiven menschlichen Seele entdeckt werden.

Diese Vorgänge müssen nicht in einer verkörperten Realität auftreten, sondern können auf einer energetischen Ebene der Seele, auf der Ebene der jeweiligen ätherischen Doppel stattfinden. Ich hoffe, daß dieser Text auf Leser trifft, die ihn sehen können.

*Profiler: Aus der amerikanischen Kriminologie stammender Begriff, der einen Psychologen beschreibt, der ein differenziertes Täterprofil erstellt.

Nebenbei: Einem außerirdischen Psychologen, der von oberhalb auf die Vorgänge im Urmeer blicken kann, könnte einfallen zu sagen: Atum ist ein kranker Demiurg, der eine Vielzahl von hochpathologischen Persönlichkeitszügen aufweist. Auf den Punkt gebracht, ist er das in der Welt konkretisierte Team aus Hexe und Dämon. Sein weiblicher Anteil ist die Schwarzmagierin (Isis), die andere für ihre Zwecke benutzt und sein männlicher Anteil ist der Demiurg, der eine dämonische Welt erschafft, in der der faule Zauber der Isis aufgeführt werden kann.
Das sind keine guten Voraussetzungen für die Menschen – doch wir haben noch eine Chance aus der Ebene der Präexistenz: Mit etwas Glück finden wir dort einen besseren Samen als den, den der Außerirdische Atum bescheinigt. Vielleicht gibt es oberhalt des Urmeeres einen Himmel und für uns doch noch den göttlichen Samen.

Atlantis und der Leviathan

Atlantis ist ein Ort, der von Spinnern immer wieder genannt wird: Als ein Ort, an dem das Gute zu Hause ist. Als ein Ort, den wiederzufinden oder neu aufzubauen sich lohne.

Aber auch wahre Meister berichten von Atlantis. Sie sehen diese mal utopische, mal verortete Insel kritischer: Als einen Versuch, bei dem es fast gelungen wäre, die göttliche Schöpfung zu verwirklichen. (z.B. Platon, Rudolf Steiner, J.R.R. Tolkien)

Woran lag es: War Atlantis auf instabilen Skalar-Koordinaten aufgebaut? (vgl. hierzu die Arbeiten von Dr. Hartmut Müller: global scaling). Lag es vielleicht an einem kollektiven Bias in der Seele der Atlanter?

Oder an beidem? Ich werde mich zunächst zum psychologischen Ansatz äußern: Es gibt mythologische sowie andere aus der kollektiven Phantasie stammende Hinweise auf einen Leviathan, der um die Insel herum sein Unwesen trieb. Leviathan, das Meeresungeheuer.

Ich folge C. G. Jungs Konzept der Anreicherung, wenn ich die Frage stelle: “Wofür kann dieses böse Wesen stehen: Welche abgespaltene seelische Eigenschaft trägt es metaphorisch in das menschliche Bewußtsein?”

Ein Blick auf die Liste der „peccata capitalia“ (volkstümlich Todsünden genannt) zeigt eine Zuordnung des Leviathans zu Neid und Mißgunst (Invidia). (Thomas von Aquin, Peter Binsfeld)

Wenn der mythologische See(len)drache richtig wahrgenommen ist und wenn die Zuordnung des Mittelalters stimmt, war Atlantis nicht, was es sein sollte. Dann war im Seelenfeld dieser Insel und ihrer Bewohner immer noch diese natternhafte Mißgunst, die die Menschen auf Abwege brachte:

Statt in den göttlichen Schöpfungsplan einzuwilligen, und Unterschiede als gottgegeben anzuerkennen wurden diese zur Ursache von offenen und verdeckten Auseinandersetzungen.

Wer sich mit Atlantis beschäftigt hat, weiß, daß es Berichte gibt, wonach es diese Konflikte gab und sie zum Untergang führten. Damit liegt ein sehr ernster Hinweis vor, welche Themen atlantische Seelen als erstes ansehen müssen, wenn sie sich wieder in eine Inkarnation wagen.

Noch kurz zu den instabilen Skalar-Koordinaten: Die Welt wird aus dem Geist geboren – und wenn der Geist ein Problem hat, dann hat es auch die physische Welt.

Pfropfen

Der Begriff „Pfropfen“, so wie er hier (zunächst) verwendet wird, meint das Veredeln einer Pflanze: Hinzugefügt wird ein hochwertiger Pflanzenteil zu einem minderwertigen. So können sich besondere Gewächse aus den Wurzeln von einfachen Sorten nähren und wiederum besondere Früchte bringen. Dies gilt besonders beim Weinbau.

Die Natur kennt einen ähnlichen Vorgang ohne Einmischung des Menschen:
Schmarotzer werden Pflanzen genannt, die sich aus den Leitungsbündeln von Wirtspflanzen Wasser und Nahrstoffe heraussaugen, um von ihnen zu leben. Hier ist das Ziel nicht Veredelung der einfachen Pflanze, sondern Erleichterung für den Parasiten.

Wir können diese botanischen Überlegungen anwenden sowohl auf positive als auch negative transpersonale und transdimensionale Ereignisse, dann kommen bemerkenswerte Ergebnisse heraus.