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Astrologie als Feldtheorie
Wir finden unter den Aphorismen in Lichtenbergs ‘Sudelbüchern’ einen, der etwa sagt: „Es ist ein großer Unterschied, ob man noch oder wieder an Astrologie glaubt.“
Damit ist genial gesagt, daß es drei Entwicklungsstadien bei der Einschätzung der Astrologie gibt. Das erste ist eine irrationale bzw. vorwissenschaftliche Akzeptanz, der zweite eine rational, (schul-)wissenschaftliche Ablehnung, der dritte dann wiederum eine Akzeptanz, die einer anders gearteten ratio folgt und auf ihre Anerkennung durch die Schulwissenschaft wartet.
Was kann hier beigetragen werden zur Öffnung der ratio und der Wissenschaft für astrologische Überlegungen? Das erste, was es braucht, ist eine Änderung der Perspektive, die Wissenschaftstheorie sagt hierzu Paradigma. Wenn wir eine Wissenschaftskriterien standhaltende Astrologie entwickeln wollen, brauchen wir eine Feldtheorie von menschlichem Erleben und Verhalten.
An anderer Stelle wurde schon angedeutet: Wir brauchen ein dreizehndimensionales Modell, wenn wir bei der Betrachtung der Wirklichkeit gegenstandsangemessen vorgehen möchten. Das gilt auch hier: Ein dreizehndimensionales (siderisches) Feld beeinflußt menschliches Verhalten kollektiv und individuell.
Der Stand der Planeten sowie die anderen siderischen Erscheinungen sind Ausdruck für den Zustand dieses Feldes. Je nachdem, welche Qualitäten dieses Feld hat, wird menschliches Verhalten und Erleben geformt bzw. getönt. Diese Aussage gilt für alle Menschen als Kollektiv.
Wenn wir interindividuelle Unterschiede theoretisch erklären wollen, gilt folgendes: Mit der Geburt erwirbt jeder Mensch sein Horoskop. Durch Zeitpunkt und Geburtsort werden die persönlichen Prädispositionen voreingestellt, auf das kollektive Feld zu reagieren.
Ein verkürztes Beispiel: Die Qualitäten des Mars werden mit Durchsetzungskraft oder kriegerischer Auseinandersetzung assoziiert. Bei dem einen Horoskop kann diese Energie in einer flammenden Rede, beim dem anderen mit einem Faustkampf umgesetzt werden. Bei einem dritten vielleicht garnicht, weil die Resonanzfähigkeit auf Mars-Energien bei diesem Menschen nicht oder zu gering ausgeprägt ist.
Zusammengefaßt: Ein dreizehndimensionales Modell von Kosmos und Mensch verhilft der Astrologie zur Möglichkeit, wieder in den Reigen der Wissenschaften aufgenommen zu werden. Sie will als Feldtheorie verstanden sein, die erklärt, daß ein großes, kosmisches Feld kleine, individuelle Felder (Seelen) beeinflußt.
Hinweis am Rande: Die Angst vor der Unfreiheit menschlichen Lebens ist dabei nicht gerechtfertigt: Das individuelle Feld kann - ausreichend qualifiziert - die Auswirkung des kollektiven Feldes beeinflussen – und so Freiheitsgrade gegenüber dem kosmischen Schicksal schaffen.
2 Antworten auf “Astrologie als Feldtheorie”
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7.9.2008 bei 18:57
Immer diese dreizehn Dimensionen. Was ist denn an der dreizehn so besonderes? Andere Zahlen sind auch nett, wenn man sie richtig einordnet.
Mir ist das zu eng gefasst.
Eine Anerkennung der Astrologie wird es in dem Moment geben, in dem der Mensch durch einen Fortschritt in der Physik oder irgendwo anders endlich nicht mehr nur als Ansammlung von Materie betrachtet wird, sondern als ebendas, was auch das kleinste Teilchen bestimmt: Materie UND Energie. Und dass Energie immer mit anderer Energie beeinflussbar ist, ist auch logisch.
Aber wozu brauchen wir eigentlich die Anerkennung dieser ganzen simplen Tatsachen? Wer darum weiß, der weiß es eben. Es sind sicher viel mehr Menschen als wir denken.
Wozu der Messianismus? Um sich gegen “luziferische Kräfte” wehren zu können???
Das geht eh immer nur auf einer Ebene: der ganz individuellen. Jede und jeder hat das Gute und das Böse in sich und beides hat seine Berechtigung. Was in keinem Fall eine Berechtigung haben sollte, ist natürlich das Verletzen anderer, egal auf welcher Ebene. Aber können wir das immer ausschließen?
Können wir nicht. Wir können nur versuchen, auf dem schmalen Grat zu gehen, der uns als richtig so beleuchtet wird und wenn wir merken, dass etwas in uns und um uns schief geht, das wieder auf die Bahn zu bringen.
Möglichst diskret. Alles andere ist ja schlecht für das Selbstbewusstsein der anderen. Anstöße geben ist wichtig. Die Welt reformieren wollen: ei wei. Sehr ambitioniert.
21.9.2008 bei 13:21
@MarSane
Herzlichen Dank für Dein feedback.
Dreizehn.
Aus dem gleichen Grund, weshalb Du zehn Zehen hast…
Messianismus.
Nein. Es ist Information.
Gut und Böse.
Die Aufhebung der Dualität, wie Du sie versuchst, ist noch nicht richtig. Siehe in diesem Blog.